Im Arbeitsleben geht es oft rau zu. Außerdem führen Konkurrenzdenken und Druck dazu, dass man sich nach außen hin gut zu positionieren versucht. Wer in verbalen Auseinandersetzungen nicht schlagfertig ist, steht oft dumm da. Daher erfreuen sich Seminare für Schlagfertigkeit wachsende Beliebtheit. Doch sie sind mit Vorsicht zu genießen.

Wenn man keine Ahnung hat …

… einfach mal die Fresse halten. So sprach ein deutscher Kabarettist es einmal vortrefflich aus. Sprachlosigkeit in beruflichen Auseinandersetzungen wird jedoch meist nicht als souverän betrachtet, sondern mit Hilflosigkeit gleichgesetzt. Wer nicht immer einen „dummen“ Spruch auf den Lippen hat, verliert in vielen Situationen. So gesehen können Seminare durchaus sinnvoll sein, fördern sie doch im besten Fall auch noch das Selbstvertrauen.

Grenzen der Souveränität

Sicher kann man bis zu einem gewissen Punkt Schlagfertigkeit lernen. Auch wenn man dadurch kein Naturtalent wird. Doch gerade wenn man sich auf Seminare begibt, sollte man auf sich selbst aufpassen. Denn wer in verbalen Auseinandersetzungen wenig Erfahrungen hat und die Schlagfertigkeit erst erlernt, kann womöglich die eine oder andere Grenze überschreiten, zum Beispiel die zur Beleidigung. Das kann bis hin zu Abmahnungen führen.
Ziemlich souverän kann übrigens eine Entgegnung sein, die erst auf den zweiten Blick den Gesprächspartner überwältigt. Versuchen Sie es doch mal damit:
„Also, bei dem, was Sie da gerade von sich geben, fehlen mir einfach nur noch die Worte.“
Könnte funktionieren.