Wer zu schnell fährt, riskiert ein Bußgeld. Wer es zu sehr auf die Spitze treibt, verliert womöglich sogar „den Lappen“. So weit, so gut. Doch zu schnelles Fahren kann durchaus erlaubt sein. In bestimmten Situationen, aber auch wirklich nur in denen.

Wann zu schnelles Fahren erlaubt ist

Stellen sie sich vor, Ihre Frau ist schwanger, die Wehen setzen urplötzlich ein, der Nachwuchs bahnt sich seinen Weg ins Leben. Es ist klar, dass es jetzt schnell gehen muss, also nehmen Sie auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen heute ausnahmsweise mal kein Rücksicht. Sie handeln hier rechtens. Denn die Wehen kamen unerwartet, ein Aufschub der Geburt kann nicht von Ihnen erwartet werden (und ist biologisch auch nicht vorgesehen, aber das nur am Rande).
Nicht weniger gute Gründe für eine Geschwindigkeitsübertretung sind ein plötzlicher Herzinfarkt Ihres Beifahrers oder Durchfall, der Sie überwältigt.

Machen Sie es sich nicht zu einfach

Dem Blitzer ist es egal, warum Sie zu schnell unterwegs sind, er macht erst einmal ein Foto von Ihnen, es folgt die Post mit der Mitteilung über das Bußgeld. Dem können Sie zwar widersprechen, Sie müssen es jedoch auch gut begründen und die Nachvollziehbarkeit Ihres Handelns beweisen. Mit regelmäßigen Durchfallattacken werden Sie auf Dauer keinen Erfolg haben. Und dass Ihre Frau alle zwei Wochen in den Wehen liegt, wird Ihnen auch kein Richter abnehmen.
Fahren Sie also möglichst nie zu schnell, Sie ersparen sich eine Menge Ärger.