Sie kennen das Schild: Blau ist es, mit weißer Farbe sind zwei spielende Personen, ein kleines Haus und ein Auto darauf gemalt worden. Die Rede ist von Spielstraßen. Und obwohl sie jeder kennt, wissen die wenigsten, worauf man achten muss.

Schritttempo überfordert Tachos

Auf Spielstraße gilt nicht etwa das Tempo 30, auch nicht 20 km/h. Angesagt ist Schritttempo, und das bedeutet für Ihren Tacho, dass er es nicht messen kann, denn bei 4 bis 7 km/h kapituliert Ihre Geschwindigkeitsanzeige. Vor Strafe schützt Sie das aber nicht, denn wenn Sie beim Fahren oberhalb des Schritttempos erwischt werden, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen.

Parken verboten, Vorfahrt verschwunden

Das vorsichtige Fahrverhalten in Spielstraßen ist übrigens nicht nur für Autos vorgeschrieben, sondern auch für Zweiräder, also Motorrad-, Mofa- und Fahrradfahrer. Und parken dürfen Sie dort auch nicht, es sei denn, Sie finden eine spezielle dafür ausgewiesene Parkfläche vor.
Sie sollten die Konzentration nicht nur während des Befahrens der Spielstraße hochhalten, sondern auch beim Verlassen dieser. Denn wenn Sie den Bereich der Spielstraße verlassen, greift nicht etwa die gute alte Rechts-vor-Links-Regel. Fädeln Sie sich von einer Spielstraße wieder in den fließenden Verkehr ein, haben grundsätzlich die anderen Vorfahrt. Stellen Sie sich in solchen Momenten einfach vor, Sie kommen aus einer Einfahrt oder von einer Tankstelle. Da warten Sie schließlich auch brav.