Was ist das eigentlich genau, zu schnelles Fahren? Nun, zunächst einmal eine Grenzüberschreitung. Dass die bestraft wird, versteht sich von selbst. Aber wie fällt die Bewertung aus?
Die eindeutige Antwort: das kommt drauf an.

Zu schnell wegen Unaufmerksamkeit?

Normalerweise wird davon ausgegangen, dass zu schnelles Fahren auf Unachtsamkeit bzw. Fahrlässigkeit zurückzuführen ist. Das kostet ein paar „Taler“, fällt ansonsten aber nicht weiter ins Gewicht. Doch wenn die Geschwindigkeit deutlich über der gebotenen Höchstgeschwindigkeit liegt, kann es teurer werden. Und mit einem Fahrverbot bestraft werden.

Viel zu schnell heißt kein Pardon!

In Celle musste sich ein Autofahrer vor Gericht verantworten, der das Tempolimit um 40 Prozent überschritten hatte. Das war dem Richter eindeutig zu viel, er erhöhte das Bußgeld und schickte gleich noch ein Fahrverbot hinterher.
Der Fahrer des Wagens wollte das aber so gar nicht einsehen und argumentierte, er habe das Schild mit dem Tempolimit einfach nicht gesehen. Für den Richter war das aber nicht überzeugend. Er hielt dagegen, dass ein ordnungsgemäß aufgestelltes und gut sichtbares Schild ausreichen müsse, um das Tempo entsprechend der Vorgabe anzupassen. Die so drastische Geschwindigkeitsübertretung des Autofahrers sah der Richter daher als Vorsatz an.
Der Fahrer musste also mit dem Urteil leben. Und dürfte in Zukunft genauer auf die Schilder achten, die ihm im Straßenverkehr so begegnen. Denn die haben tatsächlich eine Bedeutung.